Rückzug aus dem sozialen Leben und ein eher düsterer Blick in die Zukunft wird bei älteren Menschen oft fehlgedeutet. Wie aus einem Beitrag der Website Neurologen und Psychiater im Netz hervorgeht, zeigt eine repräsentative Umfrage der Deutschen Depressionshilfe unter 5350 Bundesbürgern, dass 83% der Befragten glauben, dass Depressionen eher bei jüngeren und Menschen mittleren Alters auftritt.
Oft werden die Symptome der Depression bei älteren Menschen deshalb nicht ernst genommen, auf das Alter geschoben und eine Behandlung unterbleibt. Viele Befragte glauben zudem, die Leistungen der Krankenversicherungen sollten lieber jüngeren Menschen zu Gute kommen. Oder aber, dass Depressionen im Alter eher normal seien und sich nicht oder schlechter behandeln liesen, als im jungen oder mittleren Alter.